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01.04. - 30.09.2018

Semestertopic "Nachhaltige Aquakultur"

Die Aquakultur von Miesmuscheln in der Ostsee gehört unserer Auffassung nach zu den Schlüsseltechnologien für eine nachhaltige Aquakultur.
Foto: Thomas Kujawski, CRM.

Das Sommersemester 2018 steht im Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft" schwerpunktmäßig unter dem Thema „Nachhaltige Aquakultur". Forschende aus der Biologie, den Agrarwissenschaften, der Philosophie und den Sozialwissenschaften haben sich gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Anwendern aus Politik, Industrie und Verbänden zusammengeschlossen, mit dem Ziel, das Potenzial und die Herausforderungen einer nachhaltigen Aquakultur einem breiten Publikum aus Öffentlichkeit, Industrie und Politik näher zu bringen.

Das Semestertopic wird geleitet von KNAQ-Akteuren der CAU, den Professoren Rüdiger Schulz, Carsten Schulz und Konrad Ott und wird koordiniert von Frau Dr. Sabine Haas. Für Rückfragen zu Programm, Inhalten und Organisation, wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Haas.

Alle folgenden Inhalte, Veranstaltungen und Verweise auf dieser Seite stammen von der Internetseite des Semestertopic "Nachhaltige Aquakultur" des Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft".


Allgemeine Informationen zur Ringvorlesung

 

Die Vorlesungsreihe richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Studierende und Nachwuchsforschende, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Fakultäten.
Der Eintritt ist frei.

Die Vorträge finden jeweils mittwochs von 17:00 bis 19:00 Uhr im Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnizstraße 1, Kiel (GOOGLE Map zum Standort) statt.

TERMINE:

Ringvorlesung: Fisch für alle - Ist Aquakultur die Lösung?

25. Apr. 2018
17:00 – 19:00 Uhr

  • Prof. Dr. Harald Rosenthal
  • Dr. Stefan Meyer (Kompetenznetzwerk Aquakultur, Rendsburg)
  • Erik Gutzmann (Krüger A/S, Aarhus, Dänemark)
  • Moderation: Dr. Birgit Schmidt-Puckhaber (DLG e.V. Fachzentrum Land- und Ernährungswirtschaft Frankfurt a. Main)

Bereits seit 1990 stagnieren die Erträge der Fangfischerei, so dass die steigende Nachfrage der Weltbevölkerung nach Fisch langfristig nicht durch Wildfänge gedeckt werden kann. Die Aquakultur, die heute bereits hohe Wachstumsraten verzeichnet, hat das Potenzial, diese Lücke zu füllen. Schon heute stammt jeder zweite Fisch aus der Fischfarm. Allerdings verursacht die Massenzucht von Fisch und Meeresfrüchten an den für Aquakultur genutzten Küsten auch Probleme, für die aus ökologischer, sozialer und ethischer Perspektive Lösungen gefunden werden müssen. Ziel der Auftaktveranstaltung zur Ringvorlesung über nachhaltige Aquakultur ist die Vermittlung eines einführenden Überblicks über Geschichte und Entwicklung der Kultivierung von aquatischen Organismen, ihrer wachsenden Bedeutung für die Welternährung, sowie den damit verbundenen Potentialen und Risiken.

Ort
Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnizstraße 1, Universität Kiel

Ringvorlesung: Nachhaltige Aquakulturverfahren vs. Marktpotential - Wohin geht die Reise?

02. Mai. 2018
17:00 – 19:00 Uhr

  • Valentin Eckart (BioCon Valley, Greifswald)
  • Dr. Patrick Unger (Universität Rostock, Lehrstuhl für Aquakultur und Sea-Ranching)
  • Dr. Hilke Alberts-Hubatsch (AWI Helmholtz- Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven)
  • Dr. Sebastian Rakers (Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik, Lübeck)
  • Moderation: Dr. Roland Lemcke (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein)

Die Nachfrage nach Fisch, Meeresfrüchten und mittlerweile auch Algenprodukten aus Aquakultur wächst – ebenso wie die Kritik an vielen konventionellen Aquakulturverfahren.
Innovative, ökologisch verträgliche Aquakultursysteme können allerdings dafür sorgen, dass Fisch nicht nur gesund, sondern auch ohne größere Schäden für die Umwelt produziert werden kann. Dabei sind neue Ansätze der umweltverträglichen Bewirtschaftung wie die sogenannte „Integrierte multitrophische Aquakultur" (IMTA) und Aquaponik auf dem Vormarsch. Bei beiden Verfahren wird die Kultivierung unterschiedlicher Organismen kombiniert. Die Ausscheidungen der einen Art dienen dabei der anderen Art als „Dünger" bzw. als Nährstoff. So eignen sich etwa die Abfallstoffe aus einer Fisch- oder Shrimpszucht als Nährstoffe für große Meeresalgen oder Muscheln. Wird diese Form der nachhaltigen Bewirtschaftung in Zuchtanlagen im Meer betrieben, spricht man von „IMTA". An Land nennt man diese integrierte Zuchtform „Aquaponik". Bei dieser wird die Aufzucht von Fischen mit der Kultivierung von Nutzpflanzen, wie Salat oder Tomate, in einem geschlossenen ökologischen Kreislauf miteinander verbunden. Die Effizienz und Möglichkeiten für den Einsatz dieser „umweltverträglichen" Aquakulturverfahren werden von Experten vorgestellt und diskutiert.

Ort
Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnizstraße 1, Universität Kiel

Ringvorlesung: Tierwohl in der Aquakultur - Massentierhaltung unter Wasser?

16. Mai. 2018
17:00 – 19:00 Uhr

  • Dr. Henrike Seibel (Gesellschaft für marine Aquakultur, Büsum)
  • Dr. Bernice Bovenkerk (Universität Wageningen, Niederlande) *
  • Mark Schumann (Fischereiforschungsstelle, Langenargen)
  • Moderation: Prof. Dr. Konrad Ott (Philosophisches Seminar, Universität Kiel)

Ebenso wie bei Nutztieren an Land gewinnt auch in der Aquakultur das Thema „Tierwohl" und „tiergerechte Haltung" immer mehr an Bedeutung. Im Vergleich zu landwirtschaftlichen Nutztieren gibt es allerdings bei Fischen nur wenige Methoden zur Bestimmung des Wohlbefindens und die Anforderungen der unterschiedlichen Arten an ihre Haltungsumwelt sind sehr komplex. Die aktuellen Erkenntnisse aus dem Forschungsbereich „Tierwohl in der Aquakultur" werden vorgestellt und die Machbarkeit sowie Umsetzung in der Aquakultur-Praxis diskutiert.

Ort
Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnizstraße 1, Universität Kiel

Ringvorlesung: Un-Recht auf nachhaltige Aquakulturen - Fischzucht zwischen Umweltauflagen und Genehmigungsprozessen

30. Mai. 2018
17:00 – 19:00 Uhr

  • Dr. Florian Mühlbauer (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Eschborn)
  • Dr. Yvonne Rößner (Marine Aquaculture Consulting, Eckernförde)
  • Dr. Bert Wecker (Förde Garnelen, Strande)
  • Milan Müller (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Flintbek)
  • Moderation: Dr. Stefan Meyer (Kompetenznetzwerk Aquakultur, Rendsburg)

Weltweit sind im Aquakultursektor seit Jahrzehnten starke Wachstumsraten zu verzeichnen, trotzdem bleibt gerade in Deutschland das große Wachstum der Aquakulturbranche aus. Obwohl die Aquakultur einer der Bereiche ist, der in der „Blue-Growth-Strategie" der EU unterstützt werden soll, sind es oftmals bürokratische Hemmnisse, die den Aufbau von Aquakulturanlagen verhindern. Am 30.05.2018 werden Experten einen Einblick in die Vielfalt der erforderlichen Genehmigungsprozesse und die rechtlichen Hintergründe geben und aufzeigen, welche Maßnahmen hilfreich und nötig wären, um den Ausbau der nachhaltigen Aquakultur in Deutschland zu fördern.

Ort
Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnizstraße 1, Universität Kiel

Ringvorlesung: Blaue Biotechnologie - Neue Produkte aus der Aquakultur

13. Jun. 2018
17:00 – 19:00 Uhr

  • Prof. Dr. Deniz Tasdemir (GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel) *
  • Dr. Marina Gebert (Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik, Lübeck)
  • Anja Chalmin (International Biologists' Services Consultancy (inbiseco), Bremen)
  • Moderation: Prof. Dr. Rüdiger Schulz (Botanisches Institut, Universität Kiel)

Die Erforschung der Nutzungspotentiale mariner Organismen für die Medizin, Lebensmittelbranche oder Kosmetik gewinnt in Form der „Blauen Biotechnologie" immer mehr an Bedeutung. Ob schmerzlindernde Wirkstoffe aus einer Meeresschnecke, ein Frostschutzprotein aus einem Seefisch im Speiseeis, Algeninhaltsstoffe in der Krebstherapie, in Lebensmitteln oder in Gesichtscremes... die Methoden, Produkte und Anwendungen sind äußerst vielfältig und komplex. Über aktuelle Erkenntnisse, aber auch das wirtschaftliche Potential informieren die Fachvorträge zum Thema „Blaue Biotechnologie: Neue Produkte aus der Aquakultur" am 13.06.2018.

Ort
Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnizstraße 1, Universität Kiel

Ringvorlesung: Nachhaltiges Aquakulturmanagement - Eine Perspektive für Entwicklungsländer?

20. Jun. 2018
17:00 – 19:00 Uhr

  • Dr. Jens Kahle (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Eschborn)
  • Siegfried Harrer (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Referat Internationale Zusammenarbeit und Welternährung, Bonn)
  • Prof. Dr. Ulfert Focken (Thünen Institut für Fischereiökologie, Ahrensburg)
  • Moderation: Prof. Dr. Carsten Schulz (Institut für Tierzucht und Tierhaltung, Universität Kiel)

Weltweit werden heute rund 77 Mio. Tonnen an Aquakulturprodukten vermarktet. Ein Großteil davon stammt aus Entwicklungsländern, v.a. in Asien. Hier stellt der Aquakultursektor einen wichtigen Wirtschaftszweig dar und damit Arbeitsplatz und Lebensgrundlage für viele Menschen. Die Intensivierung und das starke Wachstum der Branche führen jedoch zu Problemen: Großer Platzbedarf, hohe Besatzdichten in den Anlagen, intensive Fütterung und die Zugabe von Medikamenten belasten die Organismen, das umliegende Ökosystem und damit auch die Menschen vor Ort. Ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Aquakulturmanagement ist also unumgänglich um die Ernährung und das Einkommen der davon abhängigen Menschen langfristig zu sichern. Im Rahmen der Ringvorlesung „Nachhaltige Aquakultur" werden Experten am 20.06.2018 über Entwicklungsprojekte berichten und neue Technologien und Ansätze vorstellen.

Ort
Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnizstraße 1, Universität Kiel

Ringvorlesung: Neue Lebensmittel aus Aquakultur - Liegt die Zukunft der Ernährung im Wasser?

04. Jul. 2018
17:00 – 19:00 Uhr

  • Robert Stieber (Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik, Lübeck)
  • Dr. Sebastian Lippemeier (BlueBioTech, Büsum)
  • Dr. Matthias Keller (Fisch-Informationszentrum e.V., Hamburg)
  • Barbara Janker (ASC)
  • Moderation: Prof. Dr. Gerald Rimbach (Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde, Universität Kiel)

Die Nahrungsmittelproduktion als ein Hauptverursacher des Klimawandels. Massentierhaltung. Lebensmittelverschwendung. Wachsende Weltbevölkerung. Es gibt viele Faktoren, die einen Wandel in unserer Ernährung erzwingen. Aber wie sieht unser Lieblingsgericht von morgen aus? Wurst aus Muschelpaste? Spaghetti aus Algen? Auch wenn diese Szenarien befremdlich erscheinen, bergen gerade Rohstoffe aus dem Meer ein enormes Potential um eine nachhaltige Ernährung auch in Zukunft zu sichern. Welche „neuen" Lebensmittel und Lebensmittelzusatzstoffe erforscht werden und wie unsere Ernährung in Zukunft aussehen könnte, sind Themen des letzten Ringvorlesungsabends am 04.07.2018 im Sommersemester 2018 im Rahmen des Semesterthemas „Nachhaltige Aquakultur".

Ort
Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnizstraße 1, Universität Kiel


Tag am Kai

Termin: 03.06.2018
Veranstaltungsort: Tiessenkai, Kiel-Holtenau

Am jährlich stattfindenden „Tag am Kai", einem maritimen Fest am Tiessenkai in Kiel-Holtenau, begegnen sich Kultur, Freizeit, Wirtschaft und Wissenschaft rund um den Lebensraum Meer und Küste. Am diesjährigen „Tag am Kai", der am 3. Juni 2018 bereits zum 9. Mal stattfindet, steht unter anderem auch das Thema „Nachhaltige Aquakultur" im Fokus und die Kieler Aquakultur-Akteure aus Forschung und Wirtschaft stellen sich vor. Dazu können sich die Gäste am Tiessenkai informieren, was zum Thema Aquakultur in und um die Kieler Bucht alles passiert: Welche Forschungsinstitute beschäftigen sich mit Aquakultur und was wird erforscht? Was bedeutet nachhaltige Aquakultur und was unterscheidet sie von konventioneller Aquakultur? Worauf muss man als Verbraucher von Fisch und Meeresfrüchten achten? Welche lokalen Aquakulturproduzenten gibt es vor Ort und welche Produkte werden angeboten?

Diese und weitere Fragen klären wir in unserem „Aquakultur-Zelt" mit einem informativen Programm und anschaulichen Ausstellungen der Institute und Unternehmer. Zusätzlich bieten wir den ganzen Tag lang Rundfahrten mit der „MS Kieler Sprotte" zu den nahegelegenen Aquakulturanlagen an. So können sich die Gäste nicht nur an Land, sondern auch auf dem Wasser ein Bild von der Kieler Aquakulturszene machen.

Programm:

  • Rundfahrten zu den nahegelegenen Aquakulturanlagen mit der MS Kieler Sprotte (11-16Uhr), Dauer einer Rundfahrt ca. 1h
  • Aquakultur-Zelt mit Ausstellern aus Wissenschaft und Wirtschaft und kurzen Pitch-Vorträgen zu Themen aus der Aquakultur-Szene rund um die Kieler Bucht

Kontakt: Dr. Sabine Haas, shaas@bot.uni-kiel.de


19. Kieler Marktplatz

Im Rahmen des Semesterthemas „Nachhaltige Aquakultur" findet der „19. Kieler Marktplatz" statt. Die Veranstaltungsreihe „Kieler Marktplatz" unterstützt die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und bietet ein Forum zum Informationsaustausch über aktuelle Themen.
Das Programm folgt in Kürze.

Kontakt:
Dr. Wiebke Müller-Lupp, wmueller-lupp@uv.uni-kiel.de

Dr. Sabine Haas, shaas@bot.uni-kiel.de


Über den Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft"

Foto: Katrin Falk, Copyright: Uni Kiel. Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft".

Im Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft" (engl. Future Ocean) erforschen Meereswissenschaftlerinnen und Meereswissenschaftler aus acht Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und drei Partnerinstitutionen den Ozean und weitere Fragenstellungen. Sie untersuchen die Veränderungen des Ozeans und seiner Küsten mit einem fächerübergreifenden Ansatz und in einer einmaliger Breite: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Meeres- und Geowissenschaften arbeiten eng zusammen mit Forschenden aus der Umweltökonomie, den Rechts- und Nanowissenschaften, aus der Medizin, der Mathematik, Informatik, mit Ingenieuren und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Politik-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften.

Im Rahmen von "Ozean der Zukunft" gibt es ein reichhaltiges Begleitprogramm zum Austausch mit den relevanten Branchen und der interessierten Öffentlichkeit. Eines der Formate für diesen Themen-bezogenen Austausch ist das "Semestertopic". Das Sommersemester 2018 (01.04. - 30.09.2018) steht ganz unter dem Titel "Nachhaltige Aquakultur".


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